Wir weisen Sie darauf hin, dass bei Grundstücksveräußerungen der bisherige Eigentümer grundsätzlich solange zur Zahlung der Grundsteuer an die Gemeinde verpflichtet ist, bis der geänderte Steuermessbescheid desFinanzamtes vorliegt.

Die Grundsteuer ist eine Jahressteuer, d.h. Sie wird jeweils für ein Kalenderjahr erhoben, wobei immer die Grundstücks- und Eigentumsverhältnisse zu Beginn des Kalenderjahres (1. Januar) maßgebend sind. Änderungen in den Eigentumsverhältnissen (z.B. durch Verkauf) können daher nur zum 1. Januar des folgenden Jahres berücksichtigt werden.

Anders lautende Vereinbarungen im Kaufvertrag sind nur für die Verrechnung der Grundsteuer zwischen dem bisherigen und dem neuen Eigentümer möglich. Sie berühren aber die Steuerschuld und die Zahlungspflicht gegenüber der Gemeinde aufgrund der rechtlichen Voraussetzungen nicht.

Die im laufenden Jahr noch fällige Grundsteuer ist daher weiterhin vom bisherigen Eigentümer zu bezahlen.


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