Viele Bäche, Seen und Teiche im Landkreis Würzburg sind inzwischen von Bibern besiedelt. Da die Tiere keinen Winterschlaf halten, sind sie ganzjährig auf Nahrungszufuhr angewiesen. Wenn im Winter aber nur noch wenig Frisches an den Ufern vorhanden ist, gehen sie gerne an die Rinde von Bäumen, die häufig auch gefällt werden, um den Stamm und die Äste als Nahrungsquelle zu erschließen. Eine Vorliebe für Baumarten kann nicht festgestellt werden, prinzipiell sind alle ufernahen Bäume gefährdet.

Die Untere Naturschutzbehörde rät Eigentümern von Ufergrundstücken mit Baumbestand, die Bäume mit einem Einzelbaumschutz zu versehen, wenn sie auf keinen Fall dem Biber zum Opfer fallen sollen. Bewährt haben sich eine Ummantelung aus Maschendraht bis 1 Meter Höhe oder Estrichmatten. Einfacher „Hasendraht“ ist wirkungslos, er kann vom Biber durchgebissen werden. Ausführlichere Hinweise sind auf der Internetseite des Landkreises www.landkreis-wuerzburg.de im Bürgerservice unter dem Suchwort „Biber“ hinterlegt.

Angenagte Bäume können für Wege und Straßen eine Gefährdung darstellen. Hier ist der Eigentümer in der Verkehrssicherungspflicht und muss den Baum ggf. rechtzeitig entfernen.

Wenn ein Baum von einem Biber - oder im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht - gefällt wurde, rät die Untere Naturschutzbehörde, Stamm und Äste zunächst liegen zu lassen, damit die Tiere die Rinde über den Winter noch abnagen können. Dies gilt natürlich nur dann, wenn von umgestürzten Bäumen keine Beeinträchtigung öffentlicher Wege ausgeht. Ansonsten kann man Stämme auch zersägen und am Ufer belassen.

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